14.02.26 - Bella Italia, 1. Halt: Roma
Ich bin mal wieder unterwegs! Bis
gestern war ich in Saalbach im Skilager, auf der Rückfahrt wurde ich nach viel
gutem Zureden bei Forni in Poing an der Autobahn aus dem Bus geschmissen. Laut
Busfahrer dauert so eine Abfahrt locker 15 Minuten und damit könnte die Fahrzeit
am Ende knapp werden. Mein Kollege hat gestoppt, 4,5 Minuten nach Setzen des
Blinkers zum Abfahren von der Autobahn, waren sie zurück auf Spur. Alles klar…
Forni sammelte mich ein und nach einem netten Nachmittag und indischem
Abendessen war ich mit der S-Bahn auf dem Weg zum ZOB, wo um 10 der Flixbus
abfuhr. Der war schon eine halbe Stunde früher da und ich konnte meinen Schlafplatz
oben vorne (6€ Aufpreis ist das echt wert) beziehen. Die nächsten 11,5h
verbrachte ich dort zumindest teils schlafend.
Ab Florenz pisste es wie aus Eimern,
doch bei Ankunft in Rom war es so halbwegs trocken von oben. Pech für die
Straßenverkäufer, die schon mit Ponchos und Regenjacken bereitstanden. Ich
schnappte mir meinen mittelgroßen Rucksack und war drei Stationen mit der Metro
später am Hostel. Oder Hotel mit Hostel. Dort konnte ich einchecken und meinen
Rucksack abstellen. Nach kurzer Zeit im Aufenthaltsbereich – nicht ganz so
gemütlich, aber zweckdienlich – war ich gegen halb 11 wieder unterwegs. Wenige
Meter weiter gab es ein Stück Pizza zum Frühstück.
Dann fuhr ich mit der Metro –
keine Ahnung, was die eigentlich kostet, man kann direkt mit der Kreditkarte
durchs Drehkreuz – zum Vatikan. Hier war ich das letzte Mal schätzungsweise vor
30 Jahren, somit fehlte mir bis heute der Länderpunkt auf der Geocacher-Karte.
Inzwischen regnete es auch nicht mehr, tröpfelte nur noch gelegentlich, im
Gegensatz zu den spanischen Touristen hielt ich es auch gut im Pulli bzw. zeitweise
mit Regenjacke als Windschutz aus.
Auf dem Weg ins kleinste Land der
Welt gab es einen starken Café in einer typisch italienischen Bar für gerade
mal 1€.
Mir bisher unbekannt war der Punkt auf dem Platz, den Bernini so gewählt hatte, dass die Säulen in den eigentlich halbkreisförmigen Reihen aussehen, als ob sie auf einer Linie stehen. Das ist das tolle am Cachen, man entdeckt immer wieder neue Sachen.
Caches führten mich über die Piazza Navona und zum Pantheon – auch hier gab es lange Schlangen.
Zwischendurch stärkte ich mich mit einem Cappuccino und einem Croissant mit Pistaziencreme.
Weiter ging es durch die Stadt auf den ausgetretenen Touri-Pfaden. Irgendwie wollte ich all die Orte sehen, wo ich als Kind schon war, außerdem finden sich dort auch besonders viele Caches.
Nur auf den Trevibrunnen verzichtete ich, dort zahlt man seit diesem Jahr 2€ Eintritt um dann Geld ins Wasser zu werfen. Und vermutlich akzeptiert der Brunnen bis heute keine Kreditkarten! Die spinnen, die Römer!
So ging es aber noch am Forum Romanum vorbei und zum vermutlich bekanntesten Ort, dem Colosseo. Hier cachte ich mich einmal außenrum, dann hatte ich echt genug und mir taten die Füße weh.
Ich fuhr mit der Metro zum Hostel, wo ich meinen 5er-Mädels-Dorm beziehen konnte. Mit fünf Einzelbetten, gefällt mir eigentlich nicht so, aber es liegt sehr günstig, nahe am Bahnhof, von wo es morgen weitergeht.
Inzwischen war es auch schon fast vier und ich legte mich erstmal eine Stunde ab. Doch mein Magen knurrte, sodass ich nach einer guten Pizza googelte. Die fand ich auch, dummerweise passte ich nur nicht richtig auf, leider war die Pizza nämlich eine ohne Tomatensoße, die Kombination aus Mozzarella di Buffalo und kleinen Tomaten war dann fast etwas langweilig, leider. Aber für eine eigentlich sehr gute Pizza mitten in Rom zahlte ich gerade mal 10€! Dann ging es noch auf einen Aperol – fast zum gleichen Preis – ums Eck. Schon gegen halb 7 war ich wieder zurück. Und auch schon ziemlich müde. Jetzt sitze ich im gut gefüllten Aufenthaltsraum und schreibe für euch, dann geht’s in die Dusche und vermutlich früh mit dem Kindle ins Bett.
Morgen fahre ich dann nach
Neapel, dem eigentlichen Ziel dieser kurzen Reise. Ich habe nämlich vor nicht
allzu langer Zeit die Netflix-Serie Mare Fuori gekuckt, die dort im Jugendknast
spielt. Bzw. in der Stadt mit ihren rivalisierenden Mafia-Familien. Sah ganz
hübsch aus, das Ganze wird nun mit Vesuv, Pompeji und Amalfiküste kombiniert.


















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