25.12.25 - Ruhiger Tag in Ouro Preto und Mariana
Gestern hab ich
noch bis zehn etwa gelesen und dann ganz wunderbar tief und fest geschlafen.
Mit kurzen Unterbrechungen bis fast halb acht. Ich blieb dann noch eine gute
Stunde liegen, bevor ich mich auf die Terrasse begab. Dort gab es leckeres Porridge
(oder in kalt eher Overnight Oats) von zu Hause, denn Frühstück gibt’s hier nicht.
Gut dass ich das eingepackt hatte, denn die Essensoptionen waren heute wirklich
extrem überschaubar.
Eine halbe
Stunde später war ich in Mariana im historischen Zentrum. Das ist ein bisschen
kompakter und so konnte ich in einer Stunde einmal quasi überall herumlaufen.
Da das mit
einem Kaffee oder ähnlichem hier also nichts wurde, ging ich zurück zur
Bushaltestelle. Dieses Mal mit deutlich schlechterem Timing, aber ist ja nicht
so, dass ich hier irgendwas verpasse heute. Um 12 kam dann der Bus und ich
konnte mir einen der letzten Sitzplätze ergattern. Offensichtlich wollten
einige zum Mittagessen Familie oder Freunde besuchen.
In Ouro Preto
fuhr ich eine Station weiter bis zum Busbahnhof, der nochmal ein Stückchen
höher liegt als das Hostel. Dort gab es dann tatsächlich einen kleinen Kiosk am
Straßenrand, der einzige offene weit und breit. Dort kaufte ich die beiden
letzten Paos do Queijo und eine Coke.
Gestärkt ging
es dann in einen wunderschönen Park, auf dem mich ein Weg und Treppen bis ganz
nach unten brachten. Gefunden hatte ich das nur, weil hier ein paar Caches
versteckt sind, zum Großteil von meinem Cacherfreund aus Porto Alegre, mit dem
ich vor sechs Jahren beim Ape-Cache war.
Somit konnte
ich auch gleich noch etwas helfen und zwei verschwundene Dosen erneuern. Der
Park selbst war fast komplett menschenleer, was mir ein absolutes Rätsel war. Ein
kleines Stück grüne Natur mitten in der Stadt, wieso ist da niemand an einem
Feiertag?!? Dabei gab es auch einen Spielplatz und viele Sitzmöglichkeiten im
Schatten…
Unten ging es
wieder raus auf die Straße und dann den ganzen Weg wieder nach oben. Dank eines
weiteren Caches kam ich dann aber noch zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man
mal in die andere Richtung kucken konnte, also dorthin, wo mein Hostel ist.
Wieder oben auf
dem Hauptplatz waren zwar einige Menschen, die ähnlich obdachlos wirkten wie
ich, aber auch hier war quasi nichts geöffnet. Ausnahme bildeten ein Restaurant
mit meterlanger Schlange und eine Art Selbstbedienungseisdiele. Jackpot, denn
in der Theke gab es natürlich auch Açaí! Leider wieder ohne Obst und der
teuerste bisher, aber was soll man denn machen?
Dann setzte ich
mich noch etwas in den Schatten vor einer Kirche und machte ein paar Sudokus.
Zu Weihnachten gab es vermutlich einige Drohnen, mindestens drei haben mich
heute hier überflogen! Ich drehte noch eine letzte Runde durch den Ort
inklusive der Haupt-Tourimeile, aber auch dort bot sich das gleiche Bild. Alles
geschlossen, außer ganz wenigen Schmuck- und Klamottenläden. Und einer
Drogerie, die unglaublich viel Kundschaft hatte bei Chips, Schokoriegeln und
Getränken. Immerhin, ich hatte ja noch meine Nudeln!
So ging es um vier zurück ins Hostel und in die Hängematte. Ich döste und las ein wenig und futterte meine Reste von gestern. Dann wurde geduscht und fertig gepackt. Jetzt ist es halb 7, der Blog ist fast fertig. Mein Bus fährt um halb 10, ich werde eine Stunde früher loslaufen. Ist nur 1km, aber doch ordentlich steil und ich will nicht völlig verschwitzt im klimatisierten Bus landen. Bis dorthin werde ich hier noch bisschen rumhängen, ist ruhig und gemütlich!











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