01.01.26 - Neues Jahr, neue Perspektive
Die erste Nacht des Jahres hab
ich recht gut geschlafen, allerdings nur bis acht oder so. Es soll Leute geben,
die kommen dann früh von der Party in den Dorm und haben nichts Besseres zu tun
als das Licht anzumachen. Dabei war es eh nicht stockfinster und Handys zum
Leuchten gibt’s ja auch… Aber wie so oft, manche Leute sind einfach sozial
völlig doof. Um halb 10 bin ich dann aufgestanden und erstmal zum Frühstück auf
die Terrasse. Der Kaffee war gut und stark und dazu gab es noch eine Käsesemmel
und (süßen…) Joghurt mit etwas Obst.
Danach habe ich mir mein Notebook
geschnappt und erstmal den gestrigen Blog geschrieben. Da ich heute nichts
vorhatte, hab ich dann einfach mal eine der vielen Agenturen angeschrieben, die
hier Helikopterflüge anbieten. So als „kleines“ Weihnachtsgeschenk an mich
selbst, dachte ich mir das. Die Angebote sind auch gar nicht soo teuer
(Victoria Falls waren zumindest teurer). Per Whatsapp kam dann auch schnell
eine Zusage, ich könnte heute Abend um sechs eine Runde fliegen.
Dann packte ich meine Sachen zusammen und machte mich auf den Weg, inzwischen war es auch schon 1 Uhr. Der Bus kam wieder einmal nicht in der richtigen Richtung, somit lief ich einfach mal zu Fuß Richtung Zentrum, bis zur Metro ist es bergab eine halbe Stunde und das teils auch im Schatten der Häuser.
Dann fuhr ich zum Ipanema Beach, der ist noch eins weiter als Copacabana und soweit ich mich erinnere, war ich da bei meinem ersten Rio-Besuch auch noch nicht. Ich stieg recht zentral aus und fand mich kurz darauf bei einem Açaí wieder. Den löffelte ich dann auf dem Weg zum Strand. Hm, naja, also wenn man nicht dort war, hat man nichts verpasst. Der Strand war gefühlt genauso voll wie gestern, man konnte das Meer quasi gar nicht sehen. Ein Campingstuhl (mitgebracht oder zum Mieten) klebt am nächsten. Da ist eine Strandliegen-Parade irgendwo in Italien Freilandhaltung im Vergleich zu diesen Legebatterie-Zuständen. Ich machte mir gar nicht die Mühe, die Flipflops auszuziehen oder gar zum Meer zu laufen, da wollte ich keine Sekunde lang bleiben. Für Strandurlaub sollte man definitiv nicht nach Rio fahren!
Ich lief also direkt weiter und da ich schon wieder Hunger hatte – inzwischen war es nach 3 – landete ich in einer ruhigen kleinen Pizzeria, wo ich eine ganz brauchbare Pizza mit Rucola hatte, wobei der eher wie normaler Salat geschmeckt hat.
Danach machte ich mich
so langsam auf den Weg zum Heli-Startpunkt. Der liegt nämlich unglaublich weit
außerhalb von Rio. Zunächst ging es mit der Metro bis zur Endstation, von dort
musste ich dann noch eine halbe Stunde Uber fahren.
Ich kam schon um dreiviertel 5 am
Ziel an, aber dort war es wesentlich gemütlicher als am Strand oder sonst
irgendwo. Es gab ein paar bequeme Sessel draußen und Kaffee dazu, sodass ich
dort die nächste Stunde ganz gut rum brachte.
Dann ging es schließlich 50m im
Golfcart zum Helikopter. Wir waren wohl die letzten Reste und nur zu zweit an
Bord. Ich hatte beim Losziehen verloren und saß hinten, was aber eigentlich
fast besser war. Vorne konnte man nur durch die Scheiben raus kucken und durch
ein winziges Fenster, meines war da deutlich größer.
Dann ging es über die Stadt und
zum Corcovado mit der vielleicht berühmtesten Statue der Welt. Wir umrundeten
sie gleich zweimal. Wie toll unser später Start war, checkte ich jetzt erst,
denn wir flogen ja quasi im Sonnenuntergang. Auch oder gerade weil es so
bewölkt war, sah das besonders schön aus.
Dann ging es wieder zurück,
dieses Mal über die dicht bewaldeten Hügel. Sehr cool auf jeden Fall. Auch wenn
der Flug über den Sambesi und die Wasserfälle schon nochmal spektakulärer war.
Nach etwas Wartezeit kam um 7
mein Uber und es ging auf den Weg zurück. Bei dem ich gut aufpassen musste, um
nicht zu erfrieren. Das Uber war schon recht kalt und ich in mein Strandtuch
gewickelt – somit hat das zumindest seinen Zweck für heute erfüllt gehabt. Die
Metro gab dann aber wirklich alles und blies mir eine weitere halbe Stunde lang
dermaßen eisig in den Rücken, dass alles zu spät war. Da war ich schon fast
froh, dass ich auf das Uber hoch zum Hostel länger warten musste. Das war dann
auch nochmal recht kalt. Im Hostel gönnte ich mir dann zum ersten Mal hier eine
heiße Dusche… Jetzt sitze ich auch nochmal draußen im Warmen. Aber mir zieht es
die Augen zu, es ist gleich 10. Der Rest wird morgen erledigt…














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