02.01.26 - Rio Centro und weiter nach Sao Paulo
Heute Nacht hab ich eher so durchwachsen geschlafen. Die AC zeigte zwar 24° an, aber ich fands irgendwie ganz schön kalt und zugig, trotz meiner Schutzwälle rundeherum. Gegen 7 war ich dann endgültig wach, eine halbe Stunde später ging ich dann auf den Balkon, um den Blog zu vollenden. Um 8 gab es Frühstück. Danach packte ich meine Sachen und stellte sie bei der Rezeption ab. Heute wollte ich noch einmal durch Santa Teresa hinunter und nach Lapa laufen.
Und klar, wo ich doch keinen Bus wollte,
kamen gleich mehrere hintereinander aus der richtigen Richtung.
Dann lief ich durch ein paar eher versiffte Straßen, die dafür deutlich authentischer rüberkommen, und vorbei an der berühmten Brücke Arco, über die die ebenso berühmte alte kleine Trambahn fährt. Zu deren unterer Haltestelle wollte ich.
Unterwegs entdeckte ich einen Açaí-Laden, wo ich mir noch eine Wegzehrung mitnahm. An der Tram-Haltestelle angekommen war das Bild noch schlimmer als erwartet. Dass man da etwas anstehen muss, war mir schon klar, aber bei den Menschenmengen beschloss ich sofort, den Bus zu nehmen. Die Tram fährt wahrscheinlich maximal alle 15 Minuten und vermutlich passen auch keine 40 Leute rein, da steht man mit Sicherheit Stunden an.
Ich ging stattdessen vorbei an der vielleicht hässlichsten Kirche der Welt zur Bushaltestelle. Und klar, nun hatte ich wieder Pech, der Bus kam zwar, fuhr aber einfach an mir vorbei. Erst beim 2. hatte ich dann Glück und wurde mitgenommen. Ich fuhr zunächst noch am Hostel vorbei zur Haltestelle Dois Irmaos (Zwei Brüder), von dort soll man einen schönen Blick haben. Ich sah aber mal gar nix… Später stellte ich fest, dass die Haltestelle so heißt und auch die Google-Bewertungen dort gelistet sind, die eigentlichen zwei Berggipfel aber 8km entfernt sind…
Somit ging es unverrichteter
Dinge zurück zum Hostel, wo ich gegen halb 12 etwa eintraf. Ich schnappte mir
meine Sachen und hüpfte nochmal in den Pool. Als ich dann auf der Liege
trocknete wurde mir und einer anderen aus meinem Dorm gesagt, da wir schon ausgecheckt
hätten, dürften wir den Pool nicht mehr nutzen oder müssten für 7€ ein
Tagesticket kaufen. Ich konnte den Typen gerade noch davon überzeugen, noch
schnell trocknen zu dürfen, viel Zeit hatte ich ja sowieso nicht mehr. Aber
etwas schade, sowas als letzten Eindruck von einem eigentlich richtig tollen
Hostel zu bekommen. Als ob das irgendwem weh tut, wenn da noch ein paar am Pool
liegen, überfüllt war der eh nie…
Ich machte mich dann zeitiger als geplant fertig, Hunger hatte ich eh, und fuhr um halb 1 schon mit einem Uber zum Busbahnhof. Dort kaufte ich mir zunächst drei verschiedene mit Käse gefüllte Teilchen (voll die Auswahl!) und einen frischen O-Saft. Zufällig entdeckte ich dann auch noch einen kleinen Havaiana-Laden, der kam mir gerade recht. So muss ich die Dinger morgen nicht durch Sao Paulo tragen.
Dann ging es zum Abfahrtsbereich,
inzwischen war es halb 2. Es war nicht vielversprechend, dass da noch der Bus
auf Beladung wartete, der um 1 hätte fahren sollen. Und es blieb so oder wurde
noch schlimmer. Mein Bus fuhr mit einer Stunde Verspätung erst um 3 los. Und
irgendwas scheint mit ihm auch nicht zu stimmen, bergauf fährt er dermaßen
langsam und ruckelig, wir wurden ständig von LKWs überholt. Gegen Ende der
Pause, die wir auf halber Strecke machten, standen dann auch schon die Busse
von halb 3, 3 und halb 4 an der Raststation… Ich kaufte mir eine Kleinigkeit,
hier gibt es dieses „por kilo“, man bedient sich am Buffet und zahlt dann nach
Gewicht. Eigentlich ein sehr faires Angebot. Nachdem die halbstündige Pause
nach 50 Minuten beendet waren, fuhren wir 100m weiter zum Tanken! Dieser Fahrer
war mir eindeutig zu entspannt!
Ansonsten döste ich auf der Fahrt
vor mich hin, hörte etwas Musik und begann schon mal mit dem Blog. Um halb 11
kamen wir dann endlich in Sao Paulo an, der 15.30 Uhr Bus vor direkt vor uns…
Zweieinhalb Stunden Verspätung. Und anstatt dann endlich das Gepäckfach zu
öffnen, ließ er uns nochmal fünf Minuten warten, ich war echt angepisst. Als
ich dann endlich meinen Rucksack hatte, bahnte ich mir einen Weg nach draußen
zur Straße, wo zumindest sehr schnell ein Uber auftauchte, das mich ins Zentrum
bzw. nach Vila Madalena ins Vila Rock Hostel brachte. Ich bezog einen
10er-Dorm, der aber endlich mal so coole Schlafkojen hat, so dass man sich eher
wie in einem Einzelzimmer fühlt. Es ging noch schnell in die Dusche und dann
ins Bett, war inzwischen auch schon kurz vor 12.














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