03.01.26 - Ein Tag in der größten Stadt der südlichen Hemisphäre
Kaum war ich gestern im Bett, ist
noch eine größere Gruppe englischsprachiger Typen eingefallen. Zum Glück waren
die nur kurz laut. Wobei, einer hat dermaßen geschnarcht, ich glaube, der war
noch vor der Tür zu hören. Aber zum Glück war ich zu müde und konnte trotzdem
wieder einschlafen. Um 7 war ich aber wach und nichts ging mehr. Gegen acht bin
ich aufgestanden und hab unten erstmal den gestrigen Blog vollendet, was auch
die Mücken sehr toll fanden… Dann hab ich mich fertig gemacht und war gegen 9
unterwegs.
Ich hatte gleich ums Eck ein echtes Café entdeckt und das war ein Volltreffer. Neben einem guten Cappu gab es einen leckeren Obstsalat mit Joghurt und Granola.
So gestärkt lief ich zur nächsten Metrostation und fuhr ins Zentrum. Hier ging mal gar keine Kartenzahlung, nur mit Bargeld kam ich hier weiter. Um halb 11 war ich am Treffpunkt für eine Free Walking Tour, heute auf Englisch. Wir waren eine Gruppe mit fast 20 Leuten, bunt gemischt von Australien bis Venezuela.
Rafaela machte einen guten Job,
zeigte und vieles und gab auch viele Infos zur Geschichte Brasiliens. Wir sahen
die schönen Ecken und auch die weniger schönen. In Sao Paulo stehen über 7000
Gebäude leer, die teils besetzt werden. Und dafür gibt es sogar eine
Organisation, die das mehr oder weniger professionell macht und die Häuser dann
an ihre Mitglieder auf der Warteliste vergibt.
Außerdem kamen wir an der erste
Kirche in SP vorbei, die von Schwarzen erbaut wurde, die nach Beendigung der
Sklaverei nicht in die Kirche der weißen durften.
Dann sahen wir den ältesten
Wolkenkratzer der Stadt, der natürlich den höchsten in Rio übertrumpfen musste
(rechts im Bild) und dahinter den Nachbau des Empire State Buildings. Da wäre
ich gerne hoch, aber als ich später vorbeikam, betrug die Wartezeit über eine
Stunde.
Vorbei am ersten Haus der Stadt,
gegründet am Tag des Heiligen Paulus, daher der Name, ging es zur Kathedrale,
ich glaube es ist die größte in Lateinamerika.
Die linke Flagge sollte Ende des 19. Jahrhunderts die andere ersetzen. Zum Glück wollte man sie nicht und hat nun die hübsche grün blau gelbe. Die andere wurde dann zur Flagge des Staates Sao Paulo.
Nach gut zwei Stunden war die Tour vorbei und ich wollte mir noch den großen Mercado ankucken, der nicht allzu weit entfernt war. Zur Mittagszeit war es gestopft voll, ein Großteil des Marktes besteht aus Restaurants und Fressbuden.Das hat mich aber alles nicht so angesprochen. Überall lag das traditionelle Sandwich zur Ansicht aus. Das besteht aus ca. 5cm lokaler Mortadella zwischen 2x1cm Semmel.
Ich
machte mich lieber auf zu meinem 2. Tagesziel, dem Viertel Vila Madalena, das
in der Nähe meines Hostels liegt. Das ist vor allem bekannt für seine vielen
Bars und Restaurants, die sich entlang einer ziemlich steilen Straße tummeln,
und für die Gasse von Batman, die voll mit tollen Graffitis ist.
Ich gönnte mir zunächst noch
einen Kaffee in einem hübschen Lokal, dann lief ich einmal rauf und runter
durch die Straßen. Dabei kam ich auch auf einem Platz mit Flohmarkt vorbei und
endete gleich ums Eck bei einem Açaí.
Um sechs fand ich mich dann am
Treffpunkt für mein Geocacher Event ein. Im Gegensatz zu vielen anderen
„exotischen Orten“ hatten sich hier vier Cacher angemeldet, zwei davon kannte
ich auch schon von dem großen Event in Curitiba 2019. Eigentlich sollte das
Event nur eine halbe Stunde dauern, es war nach zehn, als wir uns voneinander
verabschiedeten, deswegen auch die Blog-Verspätung. Es war ein schöner Abend,
der meinem Portugiesisch nochmal alles abverlangte, aber ich konnte der
Unterhaltung doch recht weit folgen. Erst standen wir draußen, dann lösten wir
gemeinsam einen Rätselcache, der seit einer Woche existiert und noch gefunden
wurde (undenkbar in Deutschland, er war nicht schwer, aber leider 9km
entfernt). Und schließlich gingen wir noch auf was zu trinken bzw. auch zu
essen in eine der vielen Kneipen. Ein sehr schöner letzter Abend in Brasilien!
Da ich auf dem Weg lag, nahmen mich dann zwei auch noch mit zurück zu meinem Hostel. Ich sprang nur noch schnell in die Dusche und dann gings ins Bett.














Comments
Post a Comment