31.12.25 - Pao Açucar auf dem direkten Weg

So, da bin ich wieder! Feliz ano novo, Happy New Year und Gsunds Neues!

Jetzt hab ich ja einiges aufzuarbeiten… Meine erste Nacht in Rio war nicht die beste. Darauf kann ich ja eigentlich schon meinen Hintern verwetten, wenn ich gerne ausgeschlafen sein möchte, klappt das garantiert nicht! Auch wenn ich mir eine schöne AC-sichere Höhle gebaut habe und es mit Schlafsack und Decke gut auszuhalten war. Aber es war immer wieder ganz schön laut, denn draußen donnerte es, was das Zeug hielt und es kam auch ordentlich Wasser vom Himmel.

Als der Wecker kurz nach sechs klingelte, war ich auf jeden Fall schon lange wach. Draußen war es noch recht grau, aber immerhin regnete es nicht mehr. Aber es war ordentlich dampfig. Ich machte mich fertig und bestellte ein Uber zum Zuckerhut. Das war auch schon nach nicht mal einer Minute da. Um dreiviertel 7 war ich am Treffpunkt angekommen und nach kurzem Warten kam auch mein Guide André da. Er machte mir nicht viel Hoffnung, dass wir wirklich auf den Zuckerhut hochklettern könnte, weil es noch so nass und damit auch ziemlich gefährlich war.

Wir starteten einfach mal und zunächst ging es auch vielleicht einen Kilometer einfach entlang der Küste am Fuß des Zuckerhuts entlang. Der Weg war wirklich ziemlich nass. Am Ende ging es dann weiter und wir gelangten zu den felsigen Bereichen. Dort gab es keine Bäume mehr und dadurch war es dort auch schon wesentlich trockener. Die Sonne war zwar eher hinter den Wolken (was später die Sache aber deutlich angenehmer machte, es war zwar sehr schwül, aber zumindest nicht so heiß…)

Die Entscheidung wurde nie bewusst getroffen, aber irgendwie waren wir dann auf dem Weg nach oben. Es war schon echt steil, aber der Fels war gut abgetrocknet und auf allen Vieren auch recht griffig. Abrutschen sollte man auch nicht, da gings schon ordentlich nach unten.

Es war definitiv anstrengend und ich brauchte die eine oder andere Pause und einiges an Wasser.

Schließlich gelangten wir an die Schlüsselstelle, für die man Kletterausrüstung braucht. Also der gemeine Touri, André eher nicht so. Dafür hatte er aber Kletterschuhe und Chalk. Er stieg also vor und sicherte mich dann von oben. Schwer war es nicht, aber ohne Sicherung hätte ich es nicht gemacht.

Nachdem die Ausrüstung wieder verstaut war, ging es noch ein Stückchen steil weiter, das meiste hatten wir aber geschafft.



Und so kamen wir um kurz vor 9 am Gipfel an. Klitschnass geschwitzt, aber sehr zufrieden! Die ersten Touris kamen mit der Gondel hoch, aber es war noch sehr angenehm leer. Ein weiterer Vorteil dieser frühen Kletterei.

André klärte noch mit dem Gondelpersonal, dass ich kostenlos runterfahren kann, dann verabschiedete er sich von mir. Ich blieb noch etwas oben um die Aussicht zu genießen und einen Cache zu suchen.

Gegen halb 10 fuhr ich dann mit der Gondel auf den unteren Felsen, sozusagen zur Mittelstation. Von dort aus führt ein normaler Wanderweg steil nach unten. Dort traf ich auch noch auf einen ganz süßen Bergbewohner.

Ich lief den Weg runter, hier kamen mir erstaunlich viele Leute entgegen. Unten an der Praia Vermelha war es dann gerammelt voll. Mein Strandverständnis ist ein anderes.

Auch an der Seilbahn stand inzwischen eine verdammt lange Schlange an. Ich lief einmal um den unteren Hügel außenrum zum nächsten Açaí-Laden. Dort war einiges los, aber nach etwas Warten bekam ich meine Überlebensdosis.

Gut gestärkt ging es mit einem Uber zurück zum Hostel. Und dort erstmal direkt in den Pool. Dann lag ich dort kurz auf einer der Poolliegen, aber es war dann doch zu heiß und es gab keinen Schatten. Die haben zwar Sonnenschirme hier, aber dafür war es zu windig. Deshalb wechselte ich für die nächste Zeit in mein Bett, wo ich natürlich nicht wirklich schlafen konnte.

Gegen drei machte ich mich dann nochmal auf den Weg ins Zentrum von Santa Teresa, ich hatte Hunger. Ich fand ein Plätzchen in einem Restaurant, wo es tatsächlich etwas vegetarisch-brasilianisches gab. Reis mit Paprika, Bohnen und viel Käse. Lecker und eine riesige Portion. 

Zurück im Hostel wurde es langsam Zeit, sich fertig zu machen. Da kann dann ein Bad für 8 Mädels durchaus eng werden, v.a. wenn sich manche ausmehren als gäbe es kein Morgen… Ich duschte schnell und zog mein weißes Outfit an, bevor es gegen 6 dann los ging zur letzten Feier des Jahres.

Comments

Popular posts from this blog

19.12.25 - Neues Jahr - neuer Blog!

20.12.25 - Brasilien - Die lange Anreise wird belohnt!

14.02.26 - Bella Italia, 1. Halt: Roma