15.02.26 - Ab in den Süden nach Pompeji

Gestern hab ich noch bis 10 etwa gelesen und dann eigentlich ganz gut geschlafen. Kurz vor 7 war ich wach und irgendwie waren in meinem Zimmer auch nur frühe Vögel. Da ich es gar nicht eilig hatte, war ich die letzte, die um halb 9 aufgestanden ist. Ich packte meine Sachen und war dann gegen neun auf dem Weg. In einer kleinen traditionellen Bar gab es einen guten und starken Cappuccino und dann ein Cornetto mit Pistaziencreme für die Fahrt. Dann lief ich zum Bahnhof, wo ich mich im Supermarkt noch mit Obst und Brot eindeckte.


Kurz nach 10 stand mein Zug bereit und ich konnte einsteigen. Ich hatte mir den Hochgeschwindigkeitszug Frecciarossa gegönnt, der pünktlich um 10.20 Uhr startete und mich mit bis zu 300km/h in 1h 10min und mit nur einem Halt nach Bella Napoli brachte. Soweit ich weiß, war ich noch nie so schnell in einem Zug unterwegs gewesen! Am Bahnhof fand ich nach kurzer Suche den Flughafen-Shuttle, denn dort ganz in der Nähe wartete mein Mietauto für die nächsten Tage auf mich. Mir war schon nach kurzer Recherche klar, dass ich für die Amalfiküste definitiv eines wollte, das ist sonst schon eher etwas umständlich. Die Abwicklung verlief reibungslos und um halb 1 war ich mit einem kleinen, ziemlich angeschrammten Peugeot unterwegs.


Da sich der Vesuv oben hartnäckig in eine Wolke hüllte, war der schon mal nicht mein Ziel, sondern ich fuhr daran vorbei und nach Pompeji. Das war auch der Plan A für heute. Ich hatte mir extra eine Unterkunft mit kostenlosem Parkplatz ganz in der Nähe der Ruinen gesucht. Den Code für den Parkplatz (und für die Unterkunft auch) hatte ich heute früh geschickt bekommen. Somit parkte ich und lief auch direkt ohne Umwege zum Eingang in der Nähe des Amphitheaters, keine 10 Minuten entfernt.


Tickets online kaufen hatte sich gestern Abend erstaunlich kompliziert erwiesen und da ich eh nicht sicher war, ob ich heute oder morgen herkommen würde, hatte ich es aufgegeben. Auch die angebliche Ticketmaschinen waren nirgends zu sehen und so reihte ich mich in die überschaubare Schlange ein und hatte kurze Zeit später meine Eintrittskarte. Punkt halb 2 betrat ich das riesige Areal, in dem 20000 Menschen gelebt hatten und in dem 2000 von ihnen bei dem Vulkanausbruch im Jahre 79 umgekommen sind.


Ich lief zunächst ins Amphitheater, da dort auch ein Cache mit mehreren (noch unbekannten) Stationen begann. Hier regnete es kurz, aber das wars dann auch für meinen restlichen Besuch und es kam immer mehr Sonne raus.


Auf den Spuren dieses und anderer Caches bewegte ich mich kreuz und quer durch die teils erstaunlich gut erhaltenen Straßen. 

Es war schon einiges los, aber es verläuft sich auch gut. Im Sommer liegt das Maximum hier wohl bei 20000 Besuchern pro Tag, da waren wir wohl noch sehr deutlich drunter.

Auf der Hauptstraße gab es wohl schon vor 2000 Jahren Fast Food, man sieht noch die Theken mit den Löchern für riesige Töpfe.


Weiter ging es durch das älteste Gewerbe der Welt, ob die Bilder dort damals sozusagen als „Menü“ dienten?


Auf dem Forum kam dann so richtig die Sonne raus, die Wolken waren weg, nur um die Spitze des Vesuvs dahinter hielten sie sich hartnäckig.



Am anderen Ende des riesigen Areals fand ich dann auch die lang gesuchte Dose. Genauso zickzack ging es dann wieder zurück, dabei kam ich auch noch beim 2. Theater vorbei.



Kurz nach vier hatte ich das Gefühl, absolut genug gesehen zu haben und machte mich auf den Rückweg. Nur mit noch einem weiteren sonnigeren Bild aus dem Amphitheater.

Draußen lief ich ins „neue“ Stadtzentrum, wo ich einen freien Tisch mit den letzten Sonnenstrahlen fand. Ich bestellte mir zunächst einen Cappuccino und danach noch einen Aperol.

Was ich nicht wusste, zu dem gab es einen ganzen Teller mit leckeren Häppchen. Dabei wollte ich doch direkt danach zum Pizzaessen weiterlaufen… 

Das machte ich dann auch und entschied mich – da ja schon halb voll – auf meine alte Lieblingspizza Marinara. Nur mit Knoblauch und Öl ohne Käse passte die dann zusammen mit einem Lemon Soda gerade so rein. Ich zahlte für beides gerade mal 11€, der Aperol war teurer 😉

Als ich gegen 6 dann zu meiner Unterkunft startete, regnete es mal wieder so richtig. Ich holte meine Sachen aus dem Auto und befolgte die Liste der Anweisungen, die mich fast wie bei einem Geocache zum Ziel und in mein sehr schönes Zimmer brachten. Alles da, was man braucht, sogar ein paar Kleinigkeiten zum Frühstücken und eine Kaffeemaschine im Gemeinschaftsbereich. Es sind nur drei Zimmer und scheint recht ruhig zu sein. Jetzt ist es halb 8, im Hintergrund läuft Fastnacht in Franken – die Mantas tanzen heute hier – und der Blog ist halb fertig. Der Wetterbericht ist für die nächsten Tage auch immer wieder nass, mal sehen, wann ich was von meiner Liste machen werde. Wenn der Berg morgen zu sehen ist, geht es gleich früh auf den Vesuv, ansonsten erstmal Richtung Sorrento oder Amalfi…


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