20.02.26 - Napoli - Firenze - 3x Cappuccino, 2x Pizza!

Auch heute Nacht hab ich wieder richtig gut geschlafen. Ich blieb etwas länger liegen, da ich viel Zeit und wenig zu tun hatte. So stand ich erst nach halb 9 auf, dann packte ich ganz gemütlich und war kurz nach 9 unterwegs. Meine – die heute beste – Wetterapp schien recht zu haben, es war trocken, wenn auch grau und recht frisch. Ich schlenderte ein einer etwas größeren Runde ums Zentrum und schon wenig Abstand reichte, um ins „echte“ Neapel einzutauchen.


Große Mietshäuser, teils wohl mal hochherrschaftliche Gebäude mit riesigen Eingangstoren, enge Gässchen mit Balkons, die aussehen, als ob sie gleich abbrechen, aber voll mit Wäscheleinen sind, Graffitis überall. Die Roller rasen durch die Gassen und Autos finden sich an Stellen, wo man sich schon fragt, ob die dort zusammengeschraubt wurden oder wie sie dahingekommen sind.


Im Erdgeschoss reihen sich Rollerschrauber an Obsthändler und versiffte Bars, man hat nicht wirklich das Gefühl, noch in Europa zu sein und Italienisch ist wohl auch nicht mehr unbedingt die am meisten gesprochene Sprache. Kurz gesagt, mir gefiel es hier richtig gut!



Trotzdem landete ich dann wieder mehr im Zentrum, wo es mit etwas Abstand gleich zwei Cappuccini gab. Da es doch recht frisch war, wollte ich nicht draußen sitzen, zumindest nicht beim ersten, und da fand ich nichts Schönes woanders.

Dann lief ich durch ein paar weitere Gassen und gegen halb 12 zu meinem Pizzadealer Michele. Der öffnet schon um halb 11 und jetzt war auch schon gut was los. Ich bestellte zum Frühstück also eine Cosacca, viel Tomatensoße und ganz dünn geriebener Pecorino. Sehr lecker!

Gut gestärkt ging es mit kleinen Umwegen wieder zum Hostel, um meinen Rucksack zu holen.


 Damit fuhr ich zum Bahnhof, wo ich auf dem großen Vorplatz noch einen weiteren Cappu bestellte. Und jetzt kam tatsächlich die Sonne raus und es wurde direkt warm!

Um halb 2 lief ich dann in den Bahnhof, wo mein Zug schon wartete und eine halbe Stunde später auch losfuhr. Es war wieder die Rakete, die mich in 3h fast 500km weit nach Florenz bringen sollte. Bis Rom war der Zug quasi leer, danach aber sehr gut gefüllt. Kurz nach fünf kam ich also in der Hauptstadt der Toskana an und fühlte mich wirklich wie in einem anderen Land. Das Chaotische und Hektische, was mir in Neapel so gefallen hat, fehlt hier komplett, es ist irgendwie steril und nur touristisch. Die Straßenverkäufer sind dieselben, nur verkaufen sie statt Socken und Maradona-Trikots Gürtel und Lederjacken. Ich weiß definitiv, wo es mir besser gefällt! Aber ich bin ja auch nur einen Tag hier – war auch schon mindestens zwei- oder sogar dreimal hier. Somit ist dann der Rückweg nach Hause morgen Nacht und Sonntag etwas kürzer.

Mein Hostel ist nicht weit vom Bahnhof und gleichzeitig auch schon mitten im Touri-Zentrum. Schön gelegen und ruhig im 2. Stock eines altehrwürdigen Hauses. Ich habe einen Viererdorm, der kuschelig warm geheizt ist. Nachdem ich mich eingerichtet hatte, holte ich mir an der Rezeption einen Pizza-Tipp und war wieder unterwegs. Minimal außerhalb des Zentrums fand ich mich in einem süßen Restaurant wieder, wo es Margherita mit Parmesan und einen Aperol gab. Lecker aber in Neapel konnte ich für den Preis (20€) zweimal Essen gehen 🤣

Danach schlenderte ich wieder zurück zum Hostel. Jetzt ist es acht und ich sitze im Gemeinschaftsbereich, ist aber nicht so kommunikativ wie in Neapel. Das ist jetzt auch schon der letzte Blog aus Italien. Morgen bin ich, wie gesagt, den ganzen Tag hier. Abends um 8 fährt der Nachtbus, der mich um 6 in München ausspuckt. Damit sollte ich dann spätestens um halb 12 mit dem Zug in Hof ankommen. Falls mich jemand vom Bahnhof einsammeln möchte, sag Bescheid, mein Auto steht noch an der Schule 😉

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