30.03.26 - Heute nicht nur Kaffeebilder - Tour zu den Moldau-Klöstern
Gestern war um kurz nach 10 das
Licht aus und ich hab ganz wunderbar geschlafen. Heute früh war ich gegen 7
wach, blieb aber immerhin bis 8 liegen. Draußen war es zwar grau, aber trocken,
juhu! Ich packte meine Sachen und war gegen halb 9 unterwegs. Zunächst fuhr ich
eine Stunde Richtung Norden, wo ich im Städtchen Humorului erst im Lidl frisches
Brot kaufte und dann nicht weit entferne ein süßes Café ansteuerte.
So gestärkt war ich bereit für
die berühmten Bucovina- oder Moldau-Klöster. Sie sind bekannt für ihre Fresken
aus dem 15. und 16. Jahrhundert, die als Unesco-Weltkulturerbe geschützt sind. Die
Region bildet den nordöstlichsten Zipfel Rumäniens, fast schon an der Grenze
zur Republik Moldau und zur Ukraine. Dass man sich am Rande der EU befindet, merkt
man wirklich. Zwar ist das Handynetz vermutlich besser als in
Nordostoberfranken, ansonsten wirkt die Gegend stellenweise echt recht arm. Die
Häuser sehen selbstgezimmert aus und es waren einige klapprige Pferdekarren
unterwegs. Teils mit alten Leuten, teils aber auch mit jungen Fahrern. Geladen
war alles von Brennholz bis zu alten riesigen Milchkannen. Dazwischen stehen
dann prunkvolle Kirchlein und eben diese berühmten Klöster. Errichtet wurden
sie in einer Zeit, in der sich die Orthodoxen Christen hier vor den immer
weiter vordringenden Osmanen schützen mussten.
Mein erstes Kloster war das von Humorului. Wie alle eigentlich kostet es 10 Lei Eintritt, etwa 2€. Zweimal fand ich aber niemanden, der mein Geld wollte… Zum Start wurde ich direkt von einer verkuschelten Katze begrüßt.
Nun war es schon zwei und ich war reif für einen weiteren Cappu. Den fand ich in einem klitzekleinen Coffeeshop direkt an der Straße, dort zahlte ich nicht mal 2€ dafür.
Da ich noch reichlich
Zeit hatte, machte ich noch einen Abstecher zum Kloster in Putna, das etwas
abseits der Route und fast an der ukrainischen Grenze liegt. Hm, verpasst hätte
ich nix, wenn ich nicht hier gewesen wäre, aber mein Geld wollte auch keiner…
So machte ich mich wieder auf den Weg und hatte nur noch einen Stopp vor mir, das Kloster Arbore. Das war das schnellste, denn das Tor war geschlossen!
So gab es nur ein Bild von außen, bevor ich weiter zu meiner Unterkunft in Suceava („Sutschava“) fuhr. Für gerade mal 28€ gibt es hier eine wunderschöne halbe Ferienwohnung mit Parkplatz vor der Haustür in einem Neubau. Halb deshalb, weil Küche und Sitzbereich von zwei Zimmern geteilt werden, scheint aber außer mir niemand da zu sein.

Check-in ging per
Code ganz automatisch. Später traf ich aber noch auf meinen netten Vermieter.
Das Zimmer ist schön, sauber und warm, mit Balkon und großem Bad. Hinter dem
Haus gäbe es sogar einen Garten und allerlei Spielgeräte, aber bei 10° muss das
jetzt nicht sein.
Ich richtete mich ein und chillte etwas. Gegen sechs machte ich mich auf zum Abendessen. Die beste Bewertung gab es gleich ums Eck, es stellte sich als das Restaurant eines nobeleren Hotels heraus. War aber preislich ok und wirklich gut. Mit Vorspeise, leckerer hausgemachter Pasta und riesigem Aperol zahlte ich samt Trinkgeld gerade mal 24€.
Satt und zufrieden ging es zurück in mein kleines Domizil, wo ich jetzt in der Küche sitze und Blog schreibe. Inzwischen ist es kurz vor acht. Morgen gibt’s noch ein paar etwas südlichere Klöster, dann fahre ich ein kleines Stück nach Südwesten. Ziel ist Bicaz und Umgebung, wo ich mir noch eine Unterkunft suchen werde. Dort gibt es wohl eine spektakuläre Schlucht und einen tollen See. Wenn der Wetterbericht recht behält und das Wetter Mittwoch recht gut wird, werde ich da ein bisschen wandern gehen…

















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