07.04.26 - Sightseeing in Bukarest

Und schon wieder hab ich ziemlich gut geschlafen. Um 7 war ich wach und hab noch etwas gelesen, bevor wir uns drei Stockwerke nach unten zum ersten Kaffee des Tages begaben. Danach packten wir fertig und waren um Viertel 10 startklar. Wir stellten unsere Rucksäcke bei der Rezeption unter und liefen in Richtung Ateneul Roman, einem römisch aussehenden Konzertsaal, wo um halb 11 eine Free Walking Tour begann. Unterwegs war aber noch ein Cappu fällig und für den fanden wir ein zuckersüßes kleines Café.


Gut gestärkt fanden wir uns mit fünf anderen Touris (2x Berlin, 2x Griechenland, 1x Madagaskar) bei unserer Tourguide Laura (born and raised in Bukarest) ein. Uns erwartete eine zweieinhalbstündige Tour zu den Highlights in der Stadt.


Eine solche Tour hatte ich hier das letzte Mal auch schon gemacht, aber nur zwei Stellen kamen mir bekannt vor, der Rest war auch für mich Neuland (oder ich hab vergessen, dass ich schon dort war).

Zu all den Sehenswürdigkeiten zwischen französischem Baustil aus dem 19. Jahrhundert und kommunistischem Brutalismus gab es auch viele geschichtliche Information von den rumänischen Königen bis zu unserer Zeit. Ein besonders ausgefallenes Gebäude war wohl dieses hier, es gehört zu den 20 interessantesten Gebäuden der Welt.

Auch interessant war das Denkmal zur Ehrung der Opfer der Revolution von 1989, die hier im Gegensatz zu Deutschland extrem blutig verlief. Die Form versteht wohl niemand so recht, man bezeichnet es daher als „Sword in Potato“…

Weiter ging es in Richtung Altstadt, wobei hier auch vieles einfach nicht den Kommunismus überlebt hat. 

Ein U-förmiger Boulevard ist stehen geblieben, genau wie die Nationalbank, die in den 60ern auf sehr spektakuläre Art ausgeraubt wurde. 


Man täuschte den Filmdreh eines Bankraubes vor. Die Bankräuber waren Unidozenten! Sie wurden geschnappt und dann wurde ihre Geschichte verfilmt. Inklusive Gerichtsprozess, der sich dann als echt herausstellte und alle wurden hingerichtet.


Die kleine Kirche, die mitten im Chaos überlebt hat, kannte ich schon.

Schließlich endete die Tour dort, wo sie auch das letzte Mal geendet hatte, am zweitgrößten Regierungsgebäude der Welt, vom Diktator erbaut, der vor Vollendung exekutiert wurde, vom Balkon von Michael Jackson eröffnet mit den Worten: „Hello Budapest“ 🙈

Wir bedankten uns mit einem Trinkgeld, erhielten einen vegan-rumänischen Restaurantipp und zogen von Dannen. Die Zeit war echt schnell vergangen.

Nun musste aber ein kleiner Snack her und dann v.a. nochmal eine Ladung Koffein. Wir fanden sie mitten im Zentrum. So gestärkt suchten wir dann noch einen ganz kleinen und geheimen Schmuckladen auf, in dem sich Romy ein paar außergewöhnliche Ohrringe kaufte. Danach schlenderten wir wieder eine halbe Stunde in die Gegenrichtung und kehrten an einem netten Straßenstand auf einen Sarte-Sprizz ein.


Gegen vier waren wir dann bereit für ein frühes Abendessen. Das Level Up war unser Ziel. Leider war genau das Gericht (Krautwickel), das uns als das Gericht empfohlen worden war, aus. Stattdessen hatte ich so was ähnliches wie Cevapcici und dazu hausgemachte Wedges. Definitiv lecker.

Danach ging es eine dreiviertel Stunde quer durch die Stadt zurück zu unserem Hotel. Wir waren gegen halb 6 zurück und hatten noch etwas Zeit, die ich für den Beginn des Blogs nutzte.

Um Viertel 7 liefen wir dann rüber zum Bahnhof. Wir hatten reichlich Zeit, aber kurz nach halb 7 kam unser sowjetischer Nachtzug auch schon angefahren und wir konnten unser Domizil für die Nacht beziehen. Bettwäsche gibt's wohl später noch, vorher werden wir aber mal den Speisewagen für ein Kaltgetränk aufsuchen...

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