Heute Nacht haben wir beide
wieder gut geschlafen. So gut, dass wir nicht gemerkt haben, dass über Romy noch
jemand eingezogen ist. Früh war ich allerdings recht bald wach. Gegen acht war Romy
das auch und etwa eine dreiviertel Stunde später waren wir abmarschbereit. Der
erste Weg führte natürlich wieder in ein hübsches Café, wo es neben Flat White
auch noch ein leckeres Pain au Chocolat gab.
Um halb 10 liefen wir zur
Bushaltestelle, wo gerade unser Bus zum Flughafen einfuhr. Für gerade mal 60ct
pro Nase fuhren wir dort eine halbe Stunde hin. Nach etwas Suchen fanden wir
auch Europcar, war tatsächlich noch das günstigste hier. Dafür auch extrem
unkompliziert, so dass wir keine zehn Minuten später in unserem „Opel Corsa“
saßen. Ab heute ist Romy die Fahrerin. Das Ding wirkt zwar hochmodern, Bluetooth
will aber nicht wirklich, so dass wir übers Handy navigieren müssen.
Zunächst füllten wir in einem
Supermarkt ums Eck unsere Vorräte auf – leider gab es unseren Dosenwein nicht.
Danach ging es ein paar Kilometer weiter in ein kleines Café in the Middle of
Nowhere.
So gestärkt starteten wir auf die
knapp eineinhalbstündige Fahrt nach Trebujeni. Die Straßen sind noch etwas
schlechter als in Rumänien, voller Schlaglöcher und über einige Kilometer nicht
mal geteert. Dafür war auch deutlich weniger Verkehr.
Kurz vor 1
erreichten wir unser Ziel. Wir parkten am Straßenrand und starteten unsere
Wanderung. Die erste Hälfte ging es entlang der quasi nicht befahrenen Straße.
Dabei kamen wir an ein paar Überresten der Mongolen (!) aus dem 14. Jahrhundert
vorbei. Ein Badehaus, das noch ganz gut zu erkennen war, und eine Karawanserei,
die man nur noch erahnen konnte.
Gegenüber am
anderen Flussufer tauchten dafür das Kloster von Orheiul Vechi und das
darunterliegende Höhlenkloster auf.
Am Flussufer
erreichten wir dann den offiziellen Parkplatz für Touristen mit Parkgebühr,
hier mussten wir auch umgerechnet 1€ Eintritt bezahlen. Dann liefen wir weiter und
nun ging es bergauf auf die Klippe, die sich am Fluss entlang windet.
Ein paar
Touris gab es außer uns, aber es war wirklich sehr überschaubar. Zu Romys
Freude fanden wir auch den laut KI besten Fotospot neben dem Glockenturm. 100%
überzeugt waren wir von ihm allerdings nicht.
Was die KI uns
allerdings völlig verschwieg, war, dass hier völlig versteckt auch der Eingang
zu DEM Höhlenkloster war! Nichtsahnend saßen wir hier, machten Brotzeit und
genossen die Aussicht.
Dann liefen
wir zum überirdischen Kloster, wo ich neben einer verkuschelten Katze auch
einen Cache fand.
Wir drehten
eine klitzekleine Runde durch den ziemlich ausgestorbenen Ort. Es gibt einige
Pensionen, vielleicht ist im Sommer hier doch etwas mehr los.
Es ging wieder
hoch zum Kloster, dieses Mal von der Rückseite, und auf der Flussseite wieder
steil hinunter. Wir beschlossen, nochmal am Fluss zurückzulaufen, um die Höhlen
wenigstens etwas aus der Nähe zu sehen.
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Als wir quasi
darunter standen, standen oben plötzlich Menschen vor der Höhle! Es musste also
einen Zugang geben! Wir stiegen einen steilen Pfad hinauf, der wieder am
KI-Viewpoint rauskam. Ein weiterer vogelwilder Pfad verschwand in der Felswand.
Nein, das konnte nicht der richtige sein, so sportlich sahen die Leute da oben
nicht aus! Es wurmte mich, der Zugang musste doch zu finden sein. Maps.me
kannte ihn, da war ein rechtwinklig zum Hauptweg verlaufender Pfad
eingezeichnet. Plötzlich kam es mir, es muss ein Tunnel sein, alles andere ist
unmöglich! Und tatsächlich, unter dem Glockenturm, versteckt auf der Rückseite,
ohne irgendeine Beschilderung von weiter weg, ging es hinter einer Tür in einen
stockfinsteren Tunnel, der im Höhlenkloster endete. Ein uralter Mönch war darin
und hinten raus stand man plötzlich mitten in der Felswand. Wir kriegten uns
überhaupt nicht mehr ein!
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Nach einem
weiteren Futterstopp am selben Platz wie vorher ging es den Pfad wieder nach
unten und dann etwa drei Kilometer am Fluss entlang.
Unterwegs stolperten
wir über weitere Höhlen, allerdings nicht so hoch und deutlich einfacher zu erreichen.
Und menschenleer (wie der gesamte Weg, außer den 1,5 touristischen Kilometern).
Auch das sind laut Google alte Höhlenklöster.
Von hier aus lief
der Weg weiter direkt am Fluss entlang und gegen halb 5 und nach gut 10km waren
wir zurück am Auto. Was für ein toller Ausflug!
Auf der
Weiterfahrt stoppten wir noch an einem Viewpoint, leider auch hier wieder sehr
weit entfernt. Wir fuhren
nach Orhei, wo wir für die nächsten zwei Nächte ein Hotel gebucht haben. Zunächst
ging es aber in ein kleines italienisch angehauchtes Restaurant. Neben Aperol gab
es für mich Pasta mit Käßesoße und für Romy Pasta mit Käse drin und Salat.
Alles sehr lecker.
Satt und
zufrieden und wieder für unter 20€ fuhren wir das kurze Stück zum Hotel, wobei
auch Google Maps hier einen Aperol zu viel intus hatte. Gleich zweimal lotste
es uns falschrum in die Einbahnstraße. Schließlich kamen wir aber doch an und
scheinen wieder so ziemlich die einzigen Gäste zu sein. Wir checkten ein,
bekamen einen Flaschenöffner und sogar Weingläser und konnten unser chices Zimmer
beziehen. Für Romy gibt’s hier sogar Frühstück. Und das Ganze kostet und auch
noch nicht mal 30€ pro Nacht und Nase.
Jetzt ist es
gleich acht, ich bin mit dem Blog fertig und ziemlich müde. Morgen geht es noch
nach Tipova, wo es auch ein tolles Kloster und einen Wasserfall geben soll…
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